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Südstaaten Roadtrip: Jazz, BBQ & Spanish Moss

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026

Vergiss die austauschbaren Strände Kaliforniens oder das künstliche Las Vegas. Der "Deep South" ist die Seele Amerikas. Dieser Reiseplan führt dich vom Voodoo-Vibe in New Orleans, über den Rock'n'Roll am Mississippi River hin zu den historischen Oak-Trees in Savannah. Ein 3-wöchiger Roadtrip voller schwerer Südstaaten-Kost, Musik und dramatischer Geschichte.

CF
Christian Förster
USA-Experte & Food-Lover

1. Die Deep South Route

Die großen Distanzen im Kernland Amerikas. Diese Route beginnt an der Küste am Golf von Mexiko, frisst sich hunderte Meilen in den puren Norden der Musik und biegt dann an die sanfte Atlantikküste von Georgia und South Carolina ab.

  1. Tag 1-3 (Louisiana): Flug nach New Orleans. French Quarter, Beignets essen und Jazz-Clubs bestaunen.
  2. Tag 4-5 (Natchez/Vicksburg): Der Blues Highway 61 nördlich entlang des mächtigen Mississippi River in den Staat Mississippi.
  3. Tag 6-9 (Tennessee): Memphis (Graceland / Elvis) und dann ostwärts nach Nashville (Country Music Capital of the World).
  4. Tag 10-11 (Great Smoky Mountains): Natur-Kontrastprogramm im Bergland von Tennessee (z.B. Gatlinburg) - Vorsicht, hier steppt auf den Straßen der Redneck-Bär.
  5. Tag 12-15 (South Carolina / Georgia): Fahrt an die Küste. Charleston (Historische Villen) und weiter nach Savannah (Spanish Moss & Forrest Gump).
  6. Tag 16 (Atlanta): Kurze Fahrt nach Atlanta, Abgabe des One-Way Mietwagens und Delta-Direktflug zurück.

Die Fahrzeugwahl: Highway Cruiser

Ihr braucht keinen Geländewagen, auf dieser Route geht es stoisch hunderte von Meilen über gerade Interstates. Setzt auf CHECK24 den Filter auf Große Limousine (Full Size) (wie einen Chevy Malibu) oder einen sehr bequemen Standard-SUV. Klickt bei der Suche das Häkchen für "Einwegmiete akzeptieren" an, da ihr am MSY (New Orleans) anmietet und das Auto in ATL (Atlanta) abgebt.

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2. Start: Voodoo City in Louisiana

"Laissez les bons temps rouler" (Let the good times roll). New Orleans ist ein Melting-Pot aus französischer Kolonialzeit, Karibik-Gefühl und hartem Nachtleben. Das feuchtwarme Klima klebt an der Haut wie Honig am Toast.

  • Das French Quarter & Bourbon Street: Am Abend unfassbar laut (Alkoholexzesse, Musik an jeder Ecke). Unter Tags für die Gusseisen-Balkone wunderschön anzusehen.
  • Café du Monde: Ein absolutes Klischee, aber die warmen, puderzucker-überschütteten Beignets am frühen Morgen gehören zum Pflichtprogramm.
  • Swamp Tour: Verlasst die Stadt, fahrt raus ins Bayou und nehmt an einer (leider oft extrem ohrenbetäubenden) Airboat Tour teil, um Alligatoren zu sehen.

Sicherheits-Warnung für New Orleans

„Das French Quarter ist stark durch die Polizei abgesichert. Doch schon eine Straße weiter parallel beginnt oft absolute Finsternis (New Orleans hat eine sehr hohe Kriminalitätsrate). Lauft niemals nach dem Restaurant-Besuch nachts außerhalb der belebten touristischen Straßen betrunken zu eurem Hotel zurück. Ruft euch nachts gnadenlos für drei Straßen ein Uber.“ – Christian

3. Memphis & Nashville (Tennessee)

Ihr verlasst Louisiana und fahrt immer entlang des trüben Mississippi Rivers gen Norden. Eure Diät ist jetzt offiziell durch massiv fettes Barbecue, frittierte Grüne Tomaten und Biscuits with Gravy zerstört. Willkommen in Tennessee.

Memphis (Rock 'n' Roll)

Beale Street und Elvis. Graceland enttäuscht oft (die Villen von Youtubern sind heute massiver als das Haus von Elvis), ist aber absolute Pop-Kultur. Tipp: Verpasst in Memphis auf keinen Fall das National Civil Rights Museum (am Lorraine Motel, dem Ort an dem Martin Luther King Jr. ermordet wurde).

Nashville (Music City)

Der Nashville Broadway gleicht mittlerweile einer feucht-fröhlichen Ballermann-Meile der USA, allerdings mit absolut krasser (!), handgemachter Live-Country-Musik ('Honky Tonk Bars') an jeder Ecke und dem weltberühmten Ryman Auditorium.

🇺🇸 Keine Chance ohne Google Maps, Uber & Yelp

Auf diesem Roadtrip braucht ihr zwingend Internet im Auto. Erstens, um den sichersten Weg ums Ghetto zu finden. Zweitens, um zu überprüfen, welches Rib-Fest-BBQ die besten 4.8 Sterne Bewertungen bei Yelp kassiert hat (hier trennt sich die Spreu vom Weizen) und drittens für nächtliche Uber-Returns aus dem Club.

Kaufe keine US-SIM Karte an der schäbigen Tankstelle in New Orleans, bei der die Aktivierungs-PIN nicht klappt. Lad dir vorher in Deutschland Yesim auf dein eSIM-fähiges Handy.

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5. Savannah & Charleston (Vom Winde Verweht)

Nach den lauten Städten am Mississippi lenkt ihr den Mietwagen weiter östlich in Richtung Atlantik. Diese Städte versprühen das romantische (und zugleich grausame) koloniale Flair der "Antebellum" Periode.

  • Charleston, SC: Oft "die schönste Kleinstadt Amerikas" genannt. Kopfsteinpflaster, historische bunte Holzvillen und schattige Gärten.
  • Savannah, GA: Die Stadt, in der Forrest Gump auf der Bank saß. Die Altstadt besteht aus dutzenden bewaldeten "Squares" (Plätzen), auf denen gigantische Eichen wuchern, von denen das berühmte "Spanish Moss" in langen Fäden bizarr herunterhängt.

Plantagen & Geschichte spüren

„Auf dem Weg in die Südstaten besucht ihr zwangsläufig eine der alten Baumwollplantagen (wie Oak Alley bei New Orleans oder Boone Hall bei Charleston). Plant das zwingend ein. Aber mein Tipp liegt woanders: Geht in Charleston im 'Poogan's Porch' feinschmecken – hier aßen schon Politiker, und es kombiniert die unglaubliche 'Shrimp and Grits' Tradition mit Geistergeschichten der Kolonialzeit.“

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Häufige Fragen (FAQ): Reiseziel Südstaaten, USA

Was ist die beste Reisezeit für die Südstaaten (Deep South)?

Absolut empfehlenswert sind das Frühjahr (April/Mai) und der Herbst (September/Oktober). Der Hochsommer (Juli/August) in Louisiana und Georgia ist für Mitteleuropäer schockierend schwül (oft 95% Luftfeuchtigkeit bei 36°C) und verhagelt durch tägliche Nachmittagsgewitter (Hurrikan Season) oft die Stimmung aus dem Nichts.

Brauche ich einen Maut-Pass für die Südstaaten?

Nein, ein großer Vorteil gegenüber Florida oder von Kalifornien. Louisiana, Mississippi und Alabama haben so gut wie keine kostenpflichtigen Toll-Roads. Das ändert sich höchstens in den Ballungszentren von Georgia (Atlanta), wofür ihr aber keinen Toll-Pass vom Vermieter aufschwatzen lassen solltet (kostenlose Alternativspuren sind immer offen).

Gibt es Alligatoren in den Südstaaten?

Oh ja, vor allem in Louisiana. Die Sümpfe (Bayous) wimmeln vor Alligatoren und Wasser-Snakes (Moccasin). Die klassische Regel gilt: Gehe nirgendwo wild schwimmen in Seen und nähre dich im Feuchtgebiet keinem Schilf, schon gar nicht im Dunkeln. Wer sie sehen will, sollte eine verifizierte Airboat-Fanboot-Tour buchen (schützt die Ohren!).

Wo sollte ich den Mietwagen auf der Südstaaten Route abgeben?

Die klassische Einwegmiete ('One Way Rental') beginnt sehr oft am Airport von New Orleans (MSY). Der Rückflug hingegen erfolgt oft viel verkehrsgünstiger ab dem Giganten-Flughafen in Atlanta (ATL), zu dem fast aus jeder europäischen Stadt direkte Großraumflugzeuge fliegen. Somit habt ihr den Vorteil, nicht die gleiche lange Strecke zur Küste wieder zurückfahren zu müssen.

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Südstaaten Roadtrip USA 2026: Route von New Orleans bis Savannah